Fotografie · Sonstiges

Bildbearbeitung mit Lightroom

Heute möchte ich euch zeigen, warum man Bilder nachbearbeitet und worauf ich dabei besonders achte.
Viele denken, dass man mit einer Spiegelreflex-Kamera nur auf den Auslöser zu drücken braucht und der Rest von der Kamera erledigt wird. Tatsächlich ist es aber so, dass das menschliche Auge Lichtstimmungen, Kontraste und unterschiedliche Belichtung automatisch und in Sekundenbruchteilen erfassen und anpassen kann. Mit der heutigen Technik ist vieles möglich, aber sie reicht bei weitem nicht an die Perfektion eines Auges heran. Wenn man – wie ich – im Manuell-Modus der Kamera und in RAW fotografiert, ist es oft ein Abwägen, welche Einstellung man wählt und es gibt auch nicht immer eine optimale Lösung. Daraus resultiert, dass die Nachbearbeitung einen grossen Teil der Zeit von der Aufnahme zum schlussendlichen Bild in Anspruch nimmt. Was man früher in der Dunkelkammer im Chemiebad zu einem fertigen Abzug entwickelte, das bearbeitet man heute direkt am Computer nach. Dies bietet unglaublich viele Möglichkeiten…
Meine Bilder bearbeite ich alle mit der Software von Adobe Lightroom 4. Ich habe schon unzählige Stunden damit gearbeitet und bin noch immer begeistert, welche Ergebnisse sich mit ein paar Tricks erzielen lassen.

Hier ein paar Beispiele von Bildern vor und nach der Bearbeitung.
PortraitJS 1Dieses Bild ist von der Aufnahme her schwierig, da es sehr helle Stellen, aber auch dunkle Schatten enthält.
Mithilfe des Bearbeitungsprogrammes konnte ich dies ein wenig ausgleichen: Die Lichter etwas dunkler, die Schatten etwas heller, Kontrast reduziert, Klarheit angepasst, geschärft.

PortraitJS 4Das nächste Foto ist eher etwas zu dunkel aufgenommen. Das forderte folgende Bearbeitungsschritte: Die Belichtung heller, die Lichter etwas dunkler, die Schatten etwas heller, Kontraste reduziert, Klarheit angepass, mit dem Pinsel die ganz dunklen Stellen noch etwas aufgehellt, geschärft. Nach der Grundbearbeitung, möchte ich das Bild noch etwas entsättigen, da die roten Lippen und Fingernägel so noch stärker zur Geltung kommen, wenn das Bild insgesamt blasser wirkt.

PortraitJS 3Fotos in Farbe, oder in schwarz-weiss können eine vollkommen andere Wirkung haben. Ich muss mich heute aber nicht mehr vor der Aufnahme entscheiden, sondern kann das Bild in Farbe schiessen und es später im Lightroom umwandeln. Dazu mache ich erst die Grundbearbeitung (in diesem Fall): Belichtung etwas heller, Weissabgleich angepasst, Klarheit angepasst, Narben mit dem Korrekturpinsel überstempelt, Zähne gebleicht, geschärft. Dann das Foto in schwarz-weiss umgewandelt, den Kontrast noch etwas erhöht, und die Farbmischung abgestimmt.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei meiner Schwester für die tollen Fotos bedanken. Du hast das super gemacht, Sonja!

23. April 2015

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